Wissenswertes

Interaktion « Zurück zur Übersicht

Interaktion bezeichnet das wechselseitige aufeinander Einwirken von Akteuren oder Systemen. Der Begriff ist eng verknüpft mit dem der Kommunikation, manchmal werden diese beiden Begriffe sogar synonym verwendet.

Laut Fremdwörterbuch (Duden Band 5, 4. Auflage 1982, S. 350f.) handelt es sich um einen in Soziologie und Psychologie geläufigen Terminus, mit dem "aufeinander bezogenes Handeln zweier oder mehrerer Personen" oder die "Wechselbeziehung zwischen Handlungspartnern" bezeichnet wird.

Der symbolische Interaktionismus ist eine soziologische Theorie, die sich mit der Interaktion zwischen Personen beschäftigt. Sie basiert auf dem Grundgedanken, dass die Bedeutung von sozialen Objekten, Situationen und Beziehungen im symbolisch vermittelten Prozess der Interaktion/Kommunikation hervorgebracht wird.

In der Systemtheorie von Niklas Luhmann wird unter Interaktion Kommunikation unter Anwesenden verstanden (etwa im Gegensatz zur schriftlichen Kommunikation).

Die Bedeutung der Interaktion für die Pädagogik liegt vor allem in der sozialisierenden Funktion der Interaktion. Indem der Mensch in sozialen Situationen handelt, entwickelt er sich zum Mitglied sozialer Gruppen (Handlungskompetenz); durch Handeln entwickelt er sich auch individuell weiter, was wiederum Konsequenzen für seine Stellung in sozialen Gefügen hat. Ohne Aktivität (Interaktion, Kommunikation) lässt sich eine Sozialisierung (Sozialisation) nicht denken. Die vornehmste Aufgabe der Eltern/PädagogInnen ist es, Kindern diese Interaktionen zu ermöglichen - möglichst unabhängig von der pädagogischen Orientierung der Bezugspersonen (Siehe: Erziehungsstil). Mangelnde Handlung wird (gelegentlich) als problematisch im Sinne von Unterlassung bezeichnet; zu viele Handlungen gelten als dirigistisch, lenkend und zu stark einengend. Unangemessene Handlungen sind z. B. Kindesmisshandlung, sexueller Missbrauch,aber auch (exzessives) Strafen.

Quelle: www.wikipedia.de