Competitive-Intelligence (CI), zu deutsch etwa „Konkurrenz-/Wettbewerbsforschung, -analyse, -beobachtung, -(früh)aufklärung“, bezeichnet die systematische, andauernde und legale Sammlung und Auswertung von Informationen über Konkurrenzunternehmen, Wettbewerbsprodukte, Marktentwicklungen, Branchen, neue Patente, neue Technologien und Kundenerwartungen. Durch CI können Unternehmen frühzeitig ihre Strategie und Wettbewerbsstrategie an die sich ändernden Wettbewerbsstrukturen anpassen und aufgrund von besseren Informationen Wettbewerbsvorteile im dynamischen Wettbewerbsmarkt erreichen. Börsennotierte Unternehmen in den USA müssen nach dem Sarbanes-Oxley-Act ihren Aktionären innerhalb von 48 Stunden Informationen über Ereignisse geben, die ihre Wettbewerbsfähigkeit betreffen. Bis spätestens 2005 musste eine formalisierte CI-Funktion innerhalb dieser Unternehmen installiert sein.
Die Begriffe Competitive-Intelligence und Business-Intelligence werden weitgehend synonym verwendet, wobei der Begriff Business-Intelligence etwas allgemeiner gefasst ist und auch die Auswertung firmeninterner Daten einschließt. Im Französischen wird hierbei mit dem parallelen Begriff der veille technologique zudem die Suche nach technischer Innovation verstanden. Der Begriff CI hat sich jedoch nicht zuletzt durch die von der Society of Competitive Intelligence Professionals (SCIP) festgelegten Definition als eigenständiger Begriff etabliert und Eingang in die Curricula von Hochschulen gefunden. Im Gegensatz zur Competitive-Intelligence befasst sich die Marktforschung mit der Informationsgewinnung über den Absatzmarkt.
Competitive Intelligence hat ihre Wurzeln sowohl in der Militärgeschichte (vgl. Militärnachrichtendienst) als auch in der Marktforschung.
Quelle: www.wikipedia.de
Autoren: Cherubino, Kenneth, Hobohm, Zaungast, Micus u.a.
Dieser Eintrag unterliegt der
GNU Lizenz für freie Dokumentation (GFDL). Hier finden Sie die Lizenzbestimmung.