Die Astrologie (griechisch αστρολογία, wörtlich die Sternenkunde [von altgr. ἄστρον [ástron], „Stern, Gestirn“, und λόγος [lógos], „Rede, Begriff, Lehre“], nicht zu verwechseln mit „Astronomie“ – griechisch αστρονομία, wörtlich die Gesetzmäßigkeit der Sterne [von altgr. ἄστρον [ástron], „Stern, Gestirn“, und νόμος [nómos], „Brauch, Gesetz“]) ist die systematisch betriebene anthropozentrisch-mythologische Deutung der Stellung bestimmter Himmelskörper (insbesondere der Gestirne des Sonnensystems) und wird der Esoterik zugerechnet. Die Betrachtungsweise der Astrologie kann auch als topozentrisch bezeichnet werden, d. h. auf den Standpunkt des Betrachers auf der Erdoberfläche bezogen, da die Elemente eines Horoskops sich auf einen irdischen Ort und Zeitpunkt beziehen. Eine Ausnahme bilden spezielle heliozentrische Ansätze, bei denen die Stellungen der Planeten (einschließlich der Erde, dafür ohne Sonne und Mond) von der Sonne aus bewertet werden.
Der Wahrheitsgehalt, der Anwendungsbereich, die Leistungsfähigkeit sowie die Nützlichkeit astrologischer Aussagen ist sowohl unter Astrologen wie auch unter Kritikern der Astrologie umstritten, wie aus einer aktuellen Diskussion zum "Grundsatzpapier astrologischer Vereinigungen" hervorgeht.[1]
Die Astrologie hat gemeinsame Wurzeln mit der Astronomie. Der gemeinsame Ursprung liegt in der Himmelsbeobachtung, der Unterschied liegt in der Deutung der Himmelskörper für den Menschen; in vielen Kulturen lässt sich feststellen, dass astronomische Erscheinungen über die rein wissenschaftliche Beobachtung hinaus eine Faszination auf den Menschen ausübten und auch heute noch ausüben.
Aus wissenschaftlicher Sicht wird die Astrologie der Neuzeit je nach Herangehensweise zu den Para- oder Pseudowissenschaften gezählt. Astrologen erkennen ihrerseits die wissenschaftliche Methode und die Erkenntnisse der Naturwissenschaften nur dort an, wo sie nicht im Widerspruch zur Astrologie stehen; die mangelnde Zuständigkeit von Physik und Astronomie begründen sie z.B. damit, dass die Ableitung astrologischer Aussagen auf symbolischer Ebene erfolge.
Quelle: www.wikipedia.de
Autoren: Rainer Wolf, Nina, Guidod, Palica, Lars Croft u.a.
Dieser Eintrag unterliegt der
GNU Lizenz für freie Dokumentation (GFDL). Hier finden Sie die Lizenzbestimmung.