| Das Team um Anna Rose Childress ließen vor den Augen Kokainsüchtiger Bilder von Crack-Pfeifen und Kokain-Stückchen aufblitzen. Schon nicht wahrnehmbare 33 tausendstel Sekunden genügten, um das limbische System im Gehirn zu aktivieren.
Dem limbischen System, das an der Steuerung von Gefühlen und Belohnung beteiligt ist, wird eine wichtige Rolle bei der Drogensucht zugeschrieben. (...)
Dies sei der erste Beleg dafür, dass auch Reize außerhalb der bewussten Wahrnehmung im Hirn ein Verlangen nach Drogen auslösen könnten, erläuterte NIDA-Direktorin Nora Volkow. "Patienten können oft nicht genau sagen, wann oder warum ihr Verlangen nach Drogen eingesetzt hat. Das Verständnis dafür, wie dieses überwältigende Bedürfnis im Hirn ausgelöst wird, ist unentbehrlich für die Behandlung der Abhängigkeit."
Um ihre Beobachtungen zu untermauern, zeigten die Mediziner um Childress ihren Patienten zwei Tage später dieselben Bilder lang genug, um sie bewusst wahrzunehmen. Erwartungsgemäß reagierten erneut diejenigen Probanden am stärksten darauf, deren Hirne auch auf die unbewussten Reize am deutlichsten angesprochen hatten. (...)
Die Studie "Prelude to Passion: Limbic Activation by 'Unseen' Drug and Sexual Cues" ist im Opeb-Acces-Journal "PLoS ONE" erschienen (Bd. 3, e1056; doi: 10.1371/journal.pone.0001506). Quelle: http://www.nida.nih.gov/ |