| Reha-Experten setzen auf psychologische Zusatzbehandlung.
Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) setzt bei der Behandlung von chronischen Leiden auf psychologische Methoden. Eine ausschließlich körperliche Therapie greife zu kurz, um nachhaltige Erfolge zu erzielen, sagte der Direktor der DRV Oldenburg-Bremen, Christian Wolff, am 03.03.08 bei einem Fachkongress in Bremen.
Reha-Experten stellten hierzu Schulungskonzepte für betroffene Patienten in der Region vor.
"Bei chronischen Rückenschmerzen bringt eine Reha-Behandlung oft nur vorübergehende Besserung", erklärte Psychologie-Professorin Petra Hampel von der Universität Bremen. "Kommen bei den Patienten Depressionen hinzu, verschlechtern sich die Aussichten noch mehr". Daher sei nun ein Trainingsprogramm erprobt worden, bei dem die Aufmerksamkeit der Patienten weg vom Schmerz und hin zu positiven Gedanken gelenkt werden solle.
Stimmung und Schmerz hängen nach Ansicht von Medizinern auch bei der chronischen Erkrankung Fibromyalgie, die starke Beschwerden an den Übergängen von Muskeln und Sehnen hervorruft, eng zusammen.
"Wichtiger Ansatzpunkt bei der Behandlung ist die Überzeugung des Patienten, dass er seine Schmerzen positiv beeinflussen kann", meinte die Psychologin Maike Holtz. Als besonders geeignet hätten sich hierbei Entspannungsverfahren wie autogenes Training oder Anti-Stress-Training erwiesen.
Rund 1000 Forscher und Praktiker diskutierten noch bis zum 05.03.08 auf dem 17. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium über neue Ansätze in der Behandlung und Bewältigung chronischer Krankheiten.
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