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Hypnose zwischen Faszination und Therapie
Ich gebe es zu. Hypnose fasziniert mich. Das "Hypnosefieber" hat mich gepackt. Ich kaufe stapelweise Bücher und lese alles über Hypnose. Besonders hat es mir ein Heftchen angetan, das eine "narrensichere Anleitung zum Hypnotisiere
Ich gebe es zu. Hypnose fasziniert mich. Das "Hypnosefieber" hat mich gepackt. Ich kaufe stapelweise Bücher und lese alles über Hypnose. Besonders hat es mir ein Heftchen angetan, das eine "narrensichere Anleitung zum Hypnotisieren" verspricht. Ich lerne die Anleitung auswendig, und schon am nächsten Morgen finde ich einen Probanden.
Mein Kommilitone Bob und ich sitzen auf einer Bank vor unserer australischen Uni. Bis zur Vorlesung haben wir noch 10 Minuten Zeit. Bob sagt, dass er nichts von Hypnose hält. Aber wir sind Freunde, und ich bitte ihn, etwas ausprobieren zu dürfen, was ich am Vorabend gelesen habe. Er stimmt zu. Ich sage "Falte Deine Hände ineinander," und er tut es und lauscht allen meinen Suggestionen. Ich wiederhole langsam und sorgfältig die Wörter, die ich am Vorabend gelernt habe. "Deine Finger sind, als wären sie aus einem einzigen Stück Holz geschnitzt... unbeweglich... und wenn Du versuchst, sie zu lösen, gehen sie noch fester zusammen... versuch‘ es, Du kannst es nicht." In diesem Augenblick zieht Bob ruhig seine Hände auseinander und schaut mich triumphierend und auch etwas mitleidig an.
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Sie haben eine Erfolgs-Story erwartet? Es war keine. Diese Geschichte hat sich vor vielen Jahren zugetragen, und noch heute denke ich oft an sie zurück. Begleiten Sie mich weiter...
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1 Jahr danach. Inzwischen habe ich viel gelernt, meine erste Hypnose-Ausbildung absolviert. Ich weiß, unter welchen Voraussetzungen und in welchem Setting ich welche Suggestionen geben kann, und ich glaube, dass ich ein guter Hypnotiseur bin.
Zwei meiner Freunde geben eine Party. Ich komme mit einem jungen Mann ins Gespräch, der sich als Michael vorstellt. Ich erzähle ihm, dass ich Psychologie studiere und nebenbei Hypnose anbiete. Michaels Augen werden größer, er fragt mich: "Könntest Du mich hypnotisieren, so einfach hier und jetzt?" Ich strahle völlige Überzeugung aus, als ich antworte: "Natürlich kann ich das, aber ich will nicht. Komm in meine Praxis, wenn Du eine Sitzung möchtest." Michael schaut mich an, ohne etwas zu sagen. Dann steht er auf, dreht die Musik aus und wartet einen Augenblick, bis sich alle zu ihm umdrehen. Er zeigt auf mich und sagt: "Das ist Dirk. Dirk ist Hypnotiseur, und er wird mich jetzt hypnotisieren!"
Michael nimmt einen Stuhl, stellt ihn mitten in den Kreis aus Menschen, die uns jetzt anstarren, und setzt sich darauf, mit dem Rücken zu mir. Offensichtlich erwartet er, dass ich ihn irgendwie im Sitzen von hinten hypnotisiere. Ich nutze die Situation und stelle mich hinter ihn. Laut frage ich: "Willst Du denn überhaupt hypnotisiert werden?" Leise und nun fast schüchtern kommt die Zustimmung. Ich rufe noch lauter, dass ich ihn nicht verstanden habe, und wir wiederholen das Spiel mehrfach, bis jeder gehört hat, dass Michael hypnotisiert werden möchte.
Nun geht alles sehr schnell. Ich bitte ihn aufzustehen - das hat er nicht erwartet! -, lasse ihn sich in die eine Richtung drehen, dann in die andere, und nach 10 Sekunden liegt er im tief somnambulen Zustand sicher auf dem Boden. Ich nutze die Aufmerksamkeit der Gruppe, um einige Minuten lang zu erklären, dass ich Hypnose zur Raucherentwöhnung und zur Gewichtsreduktion anbiete. Michael suggeriere ich, dass er sich nicht daran erinnern wird, was gerade geschehen ist, und löse die Hypnose auf. Michael springt auf und läuft ein wenig verwirrt auf der Veranda hin- und her. Dabei sagt er wiederholt: "Was ist passiert? Ich weiß nicht, was passiert ist!" Seine Freunde erklären ihm, dass er hypnotisiert werden wollte und dass es offensichtlich funktioniert hat. Ich setze ihn auf einen Stuhl am Rand der Gruppe und beruhige ihn. Schnell wird er recht still und nachdenklich. Jemand kommt auf mich zu und fragt mich nach einer Visitenkarte, und in kürzester Zeit sind meine Karten aufgebraucht. Diejenigen, die leer ausgingen, schreiben ihre E-Mail-Adressen auf eine improvisierte Liste. Zahlreiche Leute sind so beeindruckt, dass sie mir versprechen, zu einer Sitzung zu kommen, weil sie mit dem Rauchen aufhören wollen oder mehr Motivation zum Lernen haben möchten.
Nachdem der Trubel vorbei ist, steht Michael vor mir, der bis jetzt still in seiner Ecke saß. Er schaut mich an und sagt: "Ich melde mich bald bei Dir, ich glaube Du kannst mir bei einem Problem helfen."
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Keiner der Partygäste kam jemals in meine Praxis. Auch Michael nicht. Sicher, alle waren alle fasziniert, und sicher, die Hypnose hat funktioniert. Doch am nächsten Tag, als sie über die Geschehnisse nachdachten, fühlten sie sich nicht mehr so wohl. Hypnose, so wie ich sie damals dargestellt hatte, hatte sie so fasziniert, dass sie mehr davon wollten. Und hat ihnen zugleich so große Angst gemacht, dass sie zurückschreckten.
Auch dies war keine Erfolgs-Geschichte. Anders als bei der Episode mit Bob hatte ich nun viel Erfahrung und Selbstbewusstsein im Hypnotisieren. Doch eine wichtige Zutat fehlte noch immer.
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Jahre später. Der Hessische Rundfunk hat mich eingeladen. Es ist Welthypnosetag, der 4. Januar. Die Redakteurin des Radiosenders HR3 möchte "Hypnose live und praktisch vor vielen Hunderttausend Hörern vorführen." Sie erklärt mir: "Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Hörer richtig beeindrucken. Ich habe gehört, dass man durch Hypnose die Zahl Sieben vergessen kann, während man seine Finger abzählt. Stimmt das?" Ich erkläre ihr, dass ich Therapeut bin und nichts tun werde, das dem Ansehen der Hypnose als Therapieform schaden könnte. Nach einem ausführlichen Gespräch einigen wir uns, dass ich im Nachbarstudio einige Redakteure in Hypnose führe und genügend Zeit habe, um positive und motivierende Suggestionen zu geben. Schon nach kurzer Vorbereitung geht der Redaktionsleiter Michael Caspari in tiefe Hypnose, und ich führe ihn und die anderen Redakteure an ihren eigenen wunderschönen Ort der Ruhe und Kraft. Ich stelle sicher, dass sie sich sehr gut fühlen und eine positive Erfahrung machen werden, und alle Suggestionen kommen zielgenau an. Schließlich zählt Michael Caspari seine Finger live auf dem Sender ab und kommt auf ... elf Finger. Seine Mitarbeiter drücken sich vor Begeisterung an der anderen Seite der Studio-Scheibe ihre Nasen platt. In den nächsten Minuten wird für jeden Probanden das Gefühl von innerer Ruhe und Kraft an ihrem ganz persönlichen geheimen Ort genauso real wie zuvor die 11 Finger. Und dieses Gefühl bleibt ihnen auch nach der Hypnose erhalten. Natalie Putsche, Moderatorin der Frühsendung "Pop und Weck," brennt darauf, den Hörern von diesem "unbeschreiblich schönen Gefühl" zu berichten. Sie erklärt den Hörern, dass es keinen Grund zur Angst vor der Hypnose gibt, denn sie hat selbst erlebt, wie gut es ihr geht. Ihr Bericht, gleich nach der Hypnose gesprochen, strahlt Begeisterung und eine spürbare Glaubwürdigkeit aus.
Seit dieser Sendung ist meine Praxis dermaßen ausgebucht, dass ich auf lange Sicht keine neuen Klienten mehr annehmen kann. Eine echte Erfolgs-Geschichte.
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Was lässt sich aus der Geschichte mit Bob, Michael, und dem HR3-Team lernen?
Hypnose fasziniert und beeindruckt die Menschen seit jeher. Doch wenn wir als Therapeuten oder Coaches die Faszination um ihrer selbst Willen ausnutzen, erzeugen wir Angst, und dies hilft weder uns noch unseren Klienten.
Also verzichten viele Kollegen in ihrer Arbeit auf den faszinierenden, leichten, geheimnisvollen und dennoch grundehrlichen Teil der Hypnose. Sie benutzen nur einen kleinen Teil dieses wundervollen Werkzeugs der Hypnose und befürchten, sie könnten bei Ihren Klienten Angst erzeugen. Leider erzeugen sie damit oft genau das Gegenteil von dem, was Ihre Klienten wirklich möchten und brauchen, um sich zu verändern.
Bob erlebte eine misslungene Suggestion, weil ich ganz zu Beginn meiner Karriere außer meiner tiefen Faszination nichts über die Methodik der Hypnose wusste. Michael erlebte eine gelungene Hypnose, jedoch fehlte noch immer eine Zutat. Diese Zutat ermöglichte mir in den vergangenen Jahren den großen Erfolg bei meinen Klienten und beim HR3-Team sowie Tausenden von Zuhörern, die nun meine Praxis nahezu überfluten.
Die Faszination alleine genügt nicht, damit Sie ein guter Hypnotiseur werden. Auch Methodisches Wissen alleine genügt nicht. Beides ist jedoch für den Erfolg wichtig, und die dritte Zutat ist ganz einfach: Führen Sie die Hypnose-Induktion schnell aus (mit etwas Übung in Schnellhypnose genügen wenige Sekunden) und geben Sie Ihren Klienten in der Hypnose genau das, was Sie am liebsten selbst erleben möchten: Glücksgefühle - in großen Mengen!
So stimmt der Rapport - diese oft magisch anmutende Verbindung zum Klienten - und alle wirklich beeindruckenden und faszinierenden hypnotischen Phänomene werden problemlos möglich, an jedem Ort und zu jeder Zeit. Sie dienen nicht mehr dem Selbstzweck wie bei der Showhypnose, die nur leere Hülle ihrer selbst ist, sondern vervielfachen den Erfolg jeder einzelnen hypnotischen Suggestion. Ohne ein Fünkchen von Angst.
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Seit der Geschichte mit Bob hat mich das Hypnosefieber nicht wieder losgelassen. Ich habe alle Kontinente besucht und habe gezielt von den besten, außergewöhnlichsten Hypnose-Therapeuten, Coaches und Trainern gelernt.
Nach diesen vielen Jahren der Erfahrung, Optimierung und Weiterentwicklung möchte ich Sie nun einladen, an der Faszination Hypnose teilzuhaben.
Lesen Sie www.treusch.de/info-schnellhypnose.pdf und erfahren Sie, wie auch Sie mit absoluter Selbstsicherheit jeden Klienten oder Patienten binnen weniger Sekunden in Hypnose führen können. Erleben Sie, wie befriedigend es für Ihre Klienten - und für Sie - sein kann, eine motivierende Hypnose zu erleben. Sekundenschnell.
Lernen Sie die besten Hypnoseinduktionen der besten Hypnotiseure der Welt. Nur zwei Termine in 2008! Alle Infos auf www.treusch.de/info-schnellhypnose.pdf
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Die Zeitschrift „Gesund leben“ vom Nachrichtenmagazin Stern berichtet in der aktuellen Ausgabe 2/2007 über die Anwendungsmöglichkeiten von Hypnose bei Allergien.
Virtuelle Traumatherapie
Das Informationsportal "Doc Check" berichtet in seinem Newsletter 07.38 mit dem Bericht "Die durch die Hölle gehen" über die Versuche, traumatisierte Kriegsveteranen mittels Vorstellung und Virtualität von ihren Posttrau