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Chris Hamilton soll Adler beflügeln

Der nicht nur DEL-weit bekannte Motivationstrainer Chris Hamilton wird den deutschen Meister und Pokalsieger ab dem kommenden Wochenende intensiv betreuen - vorerst bis zum Saisonende. "Er kann uns in unserer schwierigen Situation sicher helfen. Deshalb haben wir ihn genommen", erklärte Greg Poss, der den in England geborenen Jamaikaner seit vielen Jahren kennt und schon des öfteren mit ihm zusammengearbeitet hat.

Hamiltons Aufgabe wird in den kommenden Wochen sein, die mentale Leistungsfähigkeit der Spieler zu stärken und sie dahin zu bringen, ihre Qualitäten auf dem Eis voll abrufen zu können. "Ich bin eine Mischung aus Motivator, Gute-Laune-Onkel und geduldiger Zuhörer", umschrieb Hamilton einst seine Aufgabe. "Die Grundlage, die Energie, muss da sein. Ich kann bestenfalls das Licht anschalten", will der Mentaltrainer nun auch in Mannheim die Initialzündung geben, die Saison für die Adler wieder zum Positiven zu drehen.

Im Gegenteil zum Heidelberger Sportpsychologen Jan Meyer, der seine Arbeit mit den Athleten generell eher langfristig anlegt und dessen Zusammenarbeit mit den Adlern vor dieser Saison endete, lässt sich Hamilton auch auf kurzfristige Einsätze bei in Not geratenen Klubs ein. Den Blau-Weiß-Roten wird "the Hammer" keinesfalls ständig zur Verfügung stehen, sondern nur einige Tage im Monat. "Er arbeitet mehr im Hintergrund, er ist kein Typ, der große Reden in der Kabine hält", schätzt Poss die Detailarbeit von Hamilton, der zunächst die Situation bei den Adlern analysieren und dann die kritischen Punkte an die entsprechenden Leute weitergeben soll. "Es gibt 100 Gründe, warum es in einem Team zu Problemen kommen kann", meint Hamilton und fügt plakativ hinzu: "Ich komme mit dem Licht, damit die anderen sehen können."

Völlig überrascht vom neuen Motivator wurden die Adler-Spieler, die von der Management-Entscheidung erst im Nachhinein erfuhren. "Wer ist Hamilton?", reagierte Kapitän Rene Corbet einigermaßen perplex auf den neuen Mann im Hintergrund - er kennt den Psychologen wohl aber vom Hörensagen und von seiner Arbeit in der DEL. "So weit ich weiß, ist er ein guter Motivator", erklärte Corbet. "Generell ist ein Mann mit Psychologie-Erfahrung schon wichtig für eine Mannschaft. Schließlich besteht das Eishockey zu 80 Prozent aus mentalen Faktoren und nur zu 20 Prozent aus körperlichen", sieht er Hamiltons Arbeit positiv entgegen. Und auch seinem Comeback am Freitag gegen Augsburg (19.30 Uhr/SAP Arena): "Ich fühle mich gut, vielleicht kann ich ein bisschen helfen. Ich habe viel Energie."

Mannheimer Morgen
31. Oktober 2007

   
   
   
Eingestellt von*:   Sven Frank
Zugeordnet: PsychotherapieKategorieHypnosetherapie
 
 
 
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